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Erstellung des Löschwasserteichs Trochenbach für die Gemeinde Klosters

Praxisbeispiel aus der Region 1 Das Projekt «Waldbrandprävention 2030» hat aufgezeigt, dass im Schutzwald auf der orographisch rechten Seite der Landquart zwischen Saas i. P. und Mezzaselva Lücken und Handlungsbedarf in Bezug auf die Verfügbarkeit von Löschwasser für die Waldbrandbekämpfung vorliegen. Matthias Zubler

Aufgrund fehlender Helikopter-Entnahmestelle besteht die Gefahr, dass bei einem Waldbrand die Schutzfunktion des Waldes stark eingeschränkt oder sogar gänzlich zerstört wird und unter anderem Saas i. P. und Mezzaselva, die Nationalstrasse N28, die Verbindungsstrasse (Saaserstrasse Nr. 726.41) sowie die Bahnlinie der Rhätischen Bahn AG dadurch nicht mehr ausreichend vor Naturgefahren geschützt sind.
Mit der Erstellung des Löschwasserteichs Trochenbach wurde diese Lücke nun geschlossen.


Gesamtansicht des Löschwasserteichs Trochenbach. (Bild: Matthias Zubler, AWN)

Objektbeschrieb
Das Löschwasser wird in einer Bachfassung im Trochenbach gefasst. Um eine Verschmutzung der Zuleitung durch Moos und geschnittenes Gras zu verhindern, wurde ein Geschwemmselgitter in der Fassung installiert. Die Menge des zugeleiteten Wassers wird über einen Schieber reguliert. Die Fassung verfügt über einen Grundablass, somit kann diese periodisch gereinigt werden. Die Zuleitung zum Löschwasserteich erfolgt durch ein Rohr. Das Löschwasser strömt in den Flachwasserbereich des Löschwasserteichs ein. Dieser dient als ökologische Nische für Amphibien. Aus diesem Bereich strömt das Wasser beruhigt in den Löschwasserteich. Über einen Überlauf strömt das Wasser durch einen offenen Kanal, ein Tosbecken und Wildbachschalen zurück in den Trochenbach.
Der Löschwasserteich wird somit laufend mit Frisch­wasser durchströmt. Dies soll das Bilden von Algen und ein mögliches Gefrieren des Wassers verhindern. Ob dies ausreicht, wird sich in den kommenden Wintern zeigen.


Flachwasser. (Bild: Matthias Zubler, AWN)

Das Objekt liegt in der Gewässerschutzzone 3. Dies erforderte eine gewässerschutzrechtliche Ausnahmebewilligung. Grabarbeiten waren nicht erlaubt. Somit wurde der gesamte Löschwasserteich im Auftrag erstellt. Es wurden 5000 m³ aufgeschüttet.

Matthias Zubler ist Regionalleiter und Spezialist ­Erschliessung beim AWN-Regionalzentrum in Landquart.